Logbuch 2021

Ende Januar 2021 Bay of Islands - Auckland
Wenn man mal von den verrückten Umständen absieht, die fast in der ganzen Welt durch die Corona-Restriktionen herrschen, könnte man fast meinen, das neue Jahr 2021 fängt genauso an wie letztes Jahr.
Auch diesmal haben wir wieder die Weihnachtstage mit Freunden verbracht und natürlich sind die kulinarischen Freuden nicht zu kurz gekommen.
Da wir Silvester wieder vor Russel geankert haben, konnten wir auch das diesjährige Feuerwerk vor Paihia gut sehen. Vorher hatten wir die Bude voll, wie man so schön sagt. Unsere Freunde waren bei uns und zum Glück hat das Wetter mitgespielt und wir konnten den ganzen Abend bei leckerem Essen und Trinken im Cockpit sitzen und auf das neue Jahr anstoßen.
Seit Belana wieder im Wasser ist, sind wir ganz schön rum gekommen.
Es macht Spaß mal wieder unterwegs zu sein nach der langen Liegezeit an Land, aber wir möchten auch nicht, dass unser frisch gestrichenes Unterwasserschiff wieder so schnell bewächst. Die Wasserqualität ist ja besonders in der Bay of Islands nicht vom Besten um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. Unsere Freunde, die schon mal länger an einem Ankerplatz liegen, beschweren sich alle, dass nach kurzer Zeit das Unterwasserschiff schon wieder bewachsen ist.
So sind wir also vor und nach Weihnachten an verschiedensten Ankerplätzen. Nach Waewaetorea Island geht eRainbow Warrier Memorials nach Pahia zum Einkaufen, dann nach Moturoa an die Südküste, wieder zurück nach Paihia. Dann mal eben auf die andere Seite vor Russel, wo unsere Freunde ankern und nach Weihnachten gleich wieder Anker auf und erstmal nach Norden. Stoppen bei der Purerua Penisula, bevor es weiter zu den Cavalli Islands geht.Hier fällt der Anker in der Nähe der Rainbow Warrior, aber die Bedingungen um dort wieder einen Tauchgang zu machen, sind nicht gegeben. Also fahren wir wieder weg und ankern in der Matauri Bay. Von hier ist es nicht weit zu dem Denkmal der Rainbow Warrior, von wo man auch einen schönen Ausblick hat. von dort Blick auf die Cavalli IslandsNachdem wir von dem Monument zurück sind, geht es schon wieder Anker auf und wir fahren nochmal rüber zu den Cavalli Island in die Papatara Bay. Aber es immer noch zu unruhig und wir fahren dann in die Wainui Bay, wo man wesentlich ruhiger liegt.
Wir wollen wieder ein bisschen Fahrrad fahren und fahren deshalb nach Whangaroa. Dort gibt es beim Yachtclub einen Steg, wo wir mit den Fahrrädern gut anlanden können. Wir fahren bis nach Kaeo und der Weg an sich ist sehr schön, aber die Autofahrer verhalten sich nicht sehr gentlemenlike. Sie fahren viel zu dicht an uns vorbei und einmal wird Benno sogar von der Straße abgedrängt. In Kaeo besuchen wir das örtliche kleine Museum und kaufen ein paar Sachen dort im 4Square Supermarkt ein und dann geht es wieder nach Hause.
Dann wird es auch langsam schon wieder Zeit, den Rückweg nach Russel anzutreten, damit wir rechtzeitig zu Silvester da sind. Diesmal machen wir nur wenige Stopps wie in der Taupo Bay, vor Panaki Island bei den Cavalli Islands und wieder in der Matauri Bay bevor wir über Pahia nach Russel fahren.
Ja, ziemlich viele Ankerplätze in einer Woche, aber es war schön.
Und in diesem Tempo geht es im neuen Jahr weiter.
Gleich am 1. Januar gehen wir in Russel Anker auf. Wir wollen wieder nach Whangarei, weil wir dort das ein oder andere zu erledigen haben. Obwohl wir sehr spät aufstehen, schaffen wir es noch bis zur Oakura Bay südlich von Whangaruru. Und am nächsten Tag geht es schon weiter bis in die Matapouri Bay. Hier waren wir schon mal und es ist eine sehr schöne Bucht. Die ist auch sehr beliebt bei den Einheimischen und da ja gerade Schulferien sind, ist die Bucht gut besucht. Und die Kinder tummeln sich stundenlang im Wasser, obwohl es nur 20 Grad warm ist. Nun, als wir in dem Alter waren, hatten uns diese Temperaturen auch nicht abgeschreckt. Aber heute..... Brrrrrrrrrrr...........
Von der Matapouri Bay segeln wir gleich wieder zu Hen and Chicken Islands. Diesmal ankern wir im Süden der Inselgruppe zwischen Lady Alice Island und Whatupuke Island. Benno geht hier sogar tauchen, aber mir ist das Wasser zu kalt. Der Tauchgang war aber trotzdem interessant und Benno hat sogar einen weißen Hai gesehen, aber leider nicht fotografieren können.
Auf dem Weg nach Whangarei machen wir wieder den obligatorischen Stopp in der Urquartsbay und Benno geht wieder Scallops pflücken. Er hat nach spätestens einer Viertelstunde die erlaubte Anzahl von vierzig Muscheln, aber es dauert wesentlich länger, bis ich mit dem Putzen der Muscheln fertig bin. Aber das macht nix, die Mühe lohnt sich, denn sie schmecken echt lecker.
In Whangarei haben wir einiges zu erledigen, aber danach hauen wir  gleich wieder ab. Erst in die Parua Bay und dort lesen wir auch, dass es kürzlich hier in Neuseeland Haiangriffe, sogar mit tödlichem Ausgang gab. Da hatte Benno ja nochmal Glück.
Wir machen einen Abstecher in die Smugglers Bay, aber nur für einen kurzen Stopp. Der Wind wird später in diese Bucht wehen und dann ist es dort nicht mehr gemütlich. Wir segeln statt dessen vor den Ocean Beach und von dort macht Benno auch eine tolle Wanderung auf den Gipfel des Te Whara (Bream Head).Bream Head oben angekommen Mir ist das zu anstrengend und ich erfreue mich an den Fotos, die Benno gemacht hat.

der Blick von Bream Head der kleine weiße Punkt unten rechts ist Belena

 

 Bevor wir wieder nach Whangarei fahren (Päckchen abholen, juhu), machen wir nochmal einen Stopp bei den Hen and Chicken Islands, aber diesmal auf der Nordseite der Inseln. Benno angelt hier auch zwei Snapper, die wir uns gut schmecken lassen. Danach wieder Urquartsbay (wieder Scallops) und dann Whangarei.
Als wir alles in Whangarei erledigt haben, geht es wieder Anker auf.
Doch bevor wir wegfahren, kriegen wir noch mit, wie Annie mit ihrem selbstgebauten Boot auch ins Wasser kommt. Da sie ein Dschunkenrigg hat, wird sie von vielen Booten, die auch alle das gleiche Rigg haben, gebührend empfangen. Alle sind über die Toppen geflaggt und sie wird sich sicher darüber freuen.
Manchmal werden einem Ziele vorgegeben und da mein Reisepass bald abläuft, wollen wir nun nach Auckland segeln. Da das Konsulat bis zum 19. Januar geschlossen hat, macht es wenig Sinn, dass ich von Whangarei mit dem Bus nach Auckland fahre. Da macht es mehr Spaß, wenn wir mit dem Boot dorthin segeln. Delfine begleiten unsund reiben sich am RumpfAlso geht es wieder in die Urquartsbay, aber danach zügig weiter nach Süden. Nun, so zügig auch nicht. Es ist wenig Wind und wir treiben mehr als dass wir segeln, doch wir kommen so gemütlich bis in die Omaha Cove. Und unterwegs begleiten uns wieder Delfine und das recht lange.

 

 

 

 

 

Bei Omaha Cove ist der Ort Leigh und die Gegend ist auch schön. Wir machen einen Ausflug mit dem Dinghi und genießen den schönen Spaziergang entlang der Küste. Weiter im Süden finden wir eine ruhigen Ankerplatz nicht weit von der Mahurangi Bay. Vor dort segeln wir nach Motutapu Island, wo wir im Osten der Insel schöne Ankerplätze finden wAmericas Cup Rennbooteie die Station Bay, die Home Bay und Waikalabubu Bay. Hier, auf Waiheke Island und auf Motuihe Island treiben wir uns ein bisschen rum ehe wir vor Auckland fahren.
Nein, wir haben uns nicht die Rennen um den America's Cup angeguckt. Das interessiert uns schlicht und einfach nicht. Aber ein paar Boote haben wir doch gesehen und einige Fotos gemacht. Und sobald wir hier alles erledigt haben, werden wir wieder Anker auf gehen.Lighthouse vor Auckland