Logbuch 2021


Ende Oktober 2021 Nukuivovo Island im Norden von Viti Levu
Der Monat ist nun rum und wir haben immer noch keine Entscheidung getroffen, was denn unser nächstes Ziel sein wird. Von den Behörden in Neuseeland haben wir immer noch nichts gehört. Wir empfinden das als eine ziemliche Frechheit und es ist auch sehr menschenverachtend. Was denken die sich denn? Denken die überhaupt? Wenn sie uns nicht haben wollen, dann sollen sie es rechtzeitig sagen, damit man sich um Alternativen bemühen kann. Das machen wir zwar sowieso, aber so ein Verhalten gehört sich einfach nicht. Mittlerweile ist Neuseeland auch nicht mehr unser Wunschziel, denn was sich dort in der Corona-Politik mehr und mehr abzeichnet, können wir nicht gut heißen. Die Premierministerin Ardern sagt offen, daAusflug in die Mangroven bei Lautokass sie eine Zweiklassengesellschaft schaffen wird, wo diejenigen ihrer Menschenrechte beraubt werden, die sich nicht impfen lassen wollen. Und dasSchlimmste dabei ist, dass es darüber in der PrSeeschlange an Bordesse keinen Aufschrei gibt. Was hat man sich früher über die Apartheidpolitik in Südafrika aufgeregt, aber heute wird das wohl von vielen als die neue Normalität angesehen. Aber vielleicht ändert sich ja doch mal was zum Positiven. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wir sind jetzt fast vier Monate in Fidschi und Anfang November läuft unser Visum aus, aber wir haben bereits eine Verlängerung für weitere zwei Monate erhalten. Also haben wir erstmal bis Anfang Januar nächstes Jahr Zeit, uns zu überlegen, was wir tun wollen. Die Zyklonsaison fängt zwar offiziell am 1. November an, aber wir hoffen mal darauf, dass es erst später los geht. Die meisten Zyklone gibt es zwischen Januar und März, obwohl es natürlich auch außerhalb dieser Monate Zyklone geben kannSonnenuntergang über Bekana Island. Leider sagt die Wettervorhersage, dass es dieses Jahr, so wie letztes Jahr, wieder ein "La Nina-Jahr" werden soll. Es kommt nicht so oft vor, dassim Norden von Viti Levu
dieses Wetterphänomen zwei Jahre hintereinander auftritt, aber et is wie et is. Das ist nicht so günstig für uns, denn dann ist die Zyklongefahr im westlichen Pazifik größer. Also Daumendrücken. Wir haben mit dem Dinghi auch schon mal die Mangroven bei Lautoka erkundet. Dort haben wir uns ja schon mal 2015 vor dem Zyklon Pam versteckt, der dann aber doch nicht über Fidschi, sondern über Vanuatu gezogen ist. Und unsere Freunde Hans und Judy sind jedes Jahr in den Mangroven und haben dort sogar den Mega-Zyklon Winston ohne größere Schäden überstanden.
Ansonsten gibt es bei uns nichts Neues, wenn mal man davon absieht, dass wir wieder eine Seeschlange an Bord hatten. Aber sie hat uns nur kurz besucht und war dann wieder weg. Wer uns bei Marinetraffic oder die Positionreports auf unserer Seite verfolgt hat, wird bemerkt haben, dass wir nicht allzu viel gesegelt sind. Einmal einen Ausflug nach Süden bis in die Momibay und nun sind wir mal ein paar Tage in den Norden von Viti Levu gefahren. Aber bald werden wir wieder Richtung Bekana Island aufbrechen. Man kann also Bekana Island fast als einen unserer Heimathäfen bezeichnen.
Vielleicht gibt es im nächsten Bericht etwas Neues, aber wetten möchte ich nicht drauf.

Ende September 2021 Viti Levu: Bekana Island
Nun ankern wir doch tatsächlich seit dem letzten Logbucheintrag vor Bekana Island. Wir sind gerne hier und besuchen unsere Freunde fast täglich, denn sie waren für uns mit ein Hauptgrund nach Fidschi zu segeln, mal abgesehen davon, dass wir natürlich auch dem Winter in Neuseeland entfliehen wollten. Klar, wir könnten auch die anderen Inseln besuchen, aber da zieht es uns im Moment nicht hin. Wir sind ja immerhin schon das fünfte Mal in Fidschi und einmBekana Islandal waren wir sogar 12 Monate in einem Stück hier. Da haben wir schon sehr viel kennenlernen dürfen, sind sowohl um Vanua Levu und Viti Levu gesegelt und haben auch viele Inseln einschließlich der Lau-Gruppe schon mehrfach besucht. Die FreundschafFischsuppet mit Hans und Judy zu pflegen ist uns sehr wichtig und außerdem ist es hier auch schön. Es gibt in unserer unmittelbaren Umgebung einen ganz tollen Tauchplatz, den aber außer unseren Freunden und uns kaum einer kennt und wo sonst auch keiner taucht. Es ist ein nach einem Zyklon gesunkenes Boot, was schon viele Jahre auf dem Meeresgrund liegt und mittlerweile einen unglaublichen Fischreichtum aufweist. Man kommt sich vor, als ob man in einer Fischsuppe tauchen würde. Da hier niemand jagt, sind die Fische auch sehr relaxt und man kann sie fast anfassen.
Bekana Island ist eine Resort-Insel, wo man sich die Beine vertreten kann und die auch einen schönen Strand hat. Was braucht man mehr?
Wir werden immer wieder nach den Restriktionen gefragt, die zur Zeit in Fidschi herrschen. Uns betrifft es nur insoweit, das wir Maske tragen müssen, wenn wir an Land gehen. Aber ich habe mir eine Maske aus sehr, sehr dünnem Stoff genäht, die aber akzeptiert wird. So kann ich gut atmen und die Einschränkung ist nicht allzu groß, denn das Tragen von Masken sind wir nicht gewöhnt. Kürzlich habe ich sogar eine Frau im Supermarkt gesemeine luftdurchlässige Maskehen, die eine gehäkelte Maske mit riesengroßen Löchern trug, ohne dass das irgendjemand beanstandet hat. Die Regierung zwingt die Menschen dazu die Masken zu tragen, obwohl ja der Sinn von vielen Wissenschaftlern angezweifelt wird, aber die Fidschianer nehmen es halt fidschi-like. Klar, die Maske wird getragen, weil man sonst ein Bußgeld aufgebrummt bekommt, sollte man ohne Maske erwischt werden. Aber wenn man die Leute beobachtet, hängen die Masken oft unter Nase oder sonst wo. Und wenn sie sicher sind, dass sie die Polizei nicht erwischen kann, dann kommt das Ding sofort runter.

Die Einheimischen leiden schon sehr unter den Restriktionen und viele Fidschianer sind nicht so sehr davon überzeugt, dass nur in der Impfung gegen Covid19 das Heil liegt. Aber die Überzeugung wir mit brutalsten Mitteln erzwungen, denn "No jab, no job" heißt die Devise. Und da ja auch der Tourismus, womit viele Leute ihr Einkommen bestritten haben, seit übeder ganze Korb für weniger als 3 Euror einem Jahr brach liegt, hat die Regierung ein gewaltiges Druckmittel. Da ja ungefähr die Hälfte der Bevölkerung indischen Ursprungs ist und sehr viele auch noch Verbindungen nach Indien haben, glaubt man hier an Medizin wie Ivermectin, die helfen soll, die Krankheit einzudämmen. Wenn man sich die Statistiken von Indien diesbezüglich ansieht, kann man das auch gerne glauben. Aber das wird nicht publik gemacht, da gibt es wohl mächtige Leute, die ihre eigenen Interessen verfolgen. Aber vielleicht wird ja irgendwann die Entwicklung von Medikamenten als Therapie gegen Covid19 weiter entwickelt und die Information über bereits bestehende Therapieformen nicht weiter unterdrückt. Es dürfte sich ja mittlerweile herum gesprochen haben, dass auch Geimpfte das Virus übertragen können und auch selbst daran erkranken können. Aber nun genug davon, ist ein trauriges und frustrierendes Thema und zum ersten Mal in der Geschichte wird die Unwirksamkeit eines Medikamentes denen angelastet, die es nicht eingenommen haben.
Aber es gibt durchaus auch negative Auswirkungen dieser ganzen Einschränkungen, die uns Segler betreffenTomatenverkauf im Heap. Als wir von der Blue Lagoon Bay wieder nach Süden gesegelt sind, haben wir Navadra Island diesmal ausgelassen. Erstens haben wir gehört, dass die Insel mittlerweile auch Privatbesitz ist und zweitens haben uns andere Segler erzählt, dass man ihnen nachts ihr Stand-Up-Paddle-Bord geklaut hat, obwohl es an Bord gut verzurrt war. Nun, leider häufen sich Nachrichten dieser Art, aber man kann es teilweise den Leute nicht verdenken, denn viele Leute in Fidschi sind durch die Restriktionen der Regierung ihrer Lebensgrundlage beraubt worden. Der Regierungschef hat verlauten lassen, dass das Land solange für Touristen geschlossen bleibt, bis sich 80% der Bevölkerung haben impfen lassen. Hier und wohl auch sonst wo interessiert es wohl niemanden, dass die Menschenrechtsorganisation in Neuseeland im August 2021 hat verlauten lassen: "Covid-19 vaccine is voluntary and vaccines may not be forcibly administered."
Wir haben auch viele Fragen zu der Versorgungslage hier in Fidschi bekommen und da können wir nur sagen, dass diese bestens ist. Die Supermärkte sind nach wie vor gut bestückt und wir bemerken keinen Unterschied zu Vor-Corona-Zeiten. Im Gegensatz zu Neuseeland ist hier das meiste sehr viel billiger und das gilt sogar seltsamerweise für Lebensmittel, die von Neuseeland eingeführt werden. Und das Angebot auf dem Markt ist einfach toll. Es wächst in Fidschi ja fast alles und wir bekommen es hier in guter Qualität. Interessant ist, dass vieles im Heap verkauft wird, also nicht nach Kilopreis. Mittlerweile hat die Mangosaison begonnen und wir genießen diese tollen Früchte sehr.
Ansonsten gibt es bei uns nicht so viel Neues, außer dass wir hier in Fidschi ein neues US-Visum bekommen haben. Wir haben zwar auch einen Antrag gestellt, wieder nach Neuseeland einreisen zu dürfen, aber da haben wir bisher von den Behörden noch nichts gehört. Das ist schon ein bisschen frustierend, denn wir haben den Antrag schon Mitte August gestellt.
Aber mit dem US-Visum haben wir jetzt eine Alternative, auch wenn die nicht einfach umzusetzen sein wird. Aber wir haben ja noch einen Monat Zeit, ehe wir eine Entscheidung treffen müssen.

Ende August 2021 Viti Levu: Mamanucas, Yasawas
Es wird Zeit, dass wir mal wieder ein Lebenszeichen von uns geben. Es geht uns nach wie vor gut und das Wetter hier in Fidschi ist einfach große Klasse. Ansonsten gibt es wirklich nicht viel Neues zu berichten. Wir pendeln so zwischen Denarau, Bekana Island und auch den Mamanucas hin und her und ankern bei PlätzenMusket Cove, die wir gerne mögen. Musket Cove Marina auf Malolo Lailai besuchen wir und gönnen uns gelegentlich dort eine Pizza, denn die PlattformBelena ankert auf klarem Wasser Cloud 9 ist nicht mehr an ihrem Platz. Wozu auch, wenn keine Touristen ins Land dürfen. Aber wir ankern trotzdem dort und gehen schnorcheln und schwimmen. Das Riff ist intakt und wir sehen viele Fische und sogar eine Muräne. Malolo Lailai ist sehr schön zum Spazieren gehen und wir vertreten uns da gelegentlich die Beine und gehen den Berg hoch, wo wir eine schöne Aussicht haben.
Mociu Island ist auch so ein Platz, wo wir gerne sind. Dieses Inselchen ist seit 2018 im privaten Besitz eines Resorts, aber da keine Touristen da sind, behelligt man uns nicht.Muräne
Vutunaqalau Island
Bei Mana Island, eine Insel der Mamanucas, ankern wir gerne, weil es dort ein schönes Riff zum Schnorcheln gibt und bei ruhigem Wetter kann man mit dem Dinghi über die Riffkante fahren und am Außenriff tauchen. Mit Vutunaqalau Island haben wir ein nettes Fleckchen entdeckt, aber da der Ankergrund dort nicht so gut ist, bleiben wir dort nur tagsüber ehe es wieder nach Bekana Island geht.
Eines Abends sehen wir abends vor Lautoka und Umgebung Feuerwerk über Feuerwerk. So lange und so viele Feuerwerke haben wir selbst Silvester hier nicht gesehen. Am nächsten Tag dann die Erklärung: Fidschi hat zum zweiten Mal im Rugby bei einer Olympiade Gold gewonnen. Diesmal in Tokyo und zwar gegen die Neuseeländer, die ja starke Gegner sind. Klar, dass die Leute da völlig aus dem Häuschen sind. Da drückt die Polizei auch beide Augen zu, obwohl es ab sechs Uhr abends eigentlich eine Ausgangssperre gibt.Aber Anfang August hat man die Müllhalde iBelena vor Colelevun Lautoka angezündet. Das ist eine normale Prozedur, die jedes Jahr stattfindet, erzählen uns unsere Freunde. Leider zieht der giftige Qualm voll über Lautoka, die zweitgrößte Stadt hier nach Suva. Und noch blöder ist, dass die Leute diesmal wegen der Corona-Maßnahmen nicht die Stadt verlassen dürfen. Aber da überall und gerne gekokelt wird, darf man sich nicht wundern, dass die Fidschianer seit langem schon an respiratorischen Krankheiten leiden. Was Asthma betrifft, so stehen sie so ziemlich an der Weltspitze.
Jedenfalls verpissdie Müllhalde von Lautoka brennten wir uns wegen dem Qualm von der Müllverbrennung und segeln mal in die Yasawas. In der Blue Lagoon bei Nanuya Lailai waren wir ja schon viele Male und es gefällt uns hier gut. Der große Strand gehört zwar der Blue Lagoon Cruise und ist privates Eigentum, welches eigentlich nicht betreten werden darf. Aber George, der schon viele Jahre dort Caretaker ist, hat uns immer schon erlaubt, dort herumzulaufen. Im Moment kommen sowieso keine Touristen (ja, ich weiß, dass ich das nun zum drittenmal schreibe), also auch kein BStrand von Blue Lagoonlue Lagoon Cruise Ship und wir haben den Strand fast für uns alleine, wenn man mal von den wenigen Boote absieht, die hier noch ankern. An der Ecke ist das Nanuya Resort und die Leute dort sind auch sehr nett. Man kann zwar nicht mehr wie früher einen Cocktail an der Strandbar schlürfen, aber gelegentlich machen sie Pizza und Barbeque und bringen dann das Essen zu den Seglern. Um die Ecke ist Tokis Farm und wir haben Toki in den letzten Jahren mehrfach besucht und haben uns immer mit frischem Obst und Gemüse von seiner Farm versorgt. Aber diesmal kommt Toki mit seinem Segelboot bei uns vorbei und bringt uns frisches Gemüse. Wenn wir das nächste Mal in der Gegend sind, sollen wir wieder bei ihm vorbei kommen und ihn und seine Frau besuchen.

Wir verbringen viel Zeit in der Blue Lagoon und schön ist, dass der Ankerplatz bei weitem nicht so voll ist, wie wir das aus den vergangenen Jahren kennen. Er ist halt beliebt, auch wegen des Filmes, der in 1980 mit Brooke Shields gedreht wurde. Aber der Strand ist wirklich schön und schnorcheln und schwimmen kann man auch. Nach ein paar Tagen fahren wir in die Colelevu Bay, wo es einen sehr schönen und großen, einsamen Strand gibt. Wir bleiben ein paar Tage, ehe wir wieder zurück in die Blue Lagoon segeln. Aber wir wollen bald wieder unsere Freunde treffen und ein richtiger Supermarkt wäre auch schön. Also wieder nach Süden und wir machen nur noch einen kurzen Stopp bei Yaqeta und Nanuya Balavu ehe wir wieder nach Denarau fahren und schließlich wieder vor Bekana Island ankern. Wir werden hier wieder eine Weile bleiben und dann sehen wir weiter.

Mitte Juli 2021 Bekana Island vor Lautoka/Viti Levu
Ehe ich von den ersten Tagen in Fidschi erzähle, noch ein paar Worte zu unserem Törn hierher. Wir wurden von vielen auf die Rauschefahrt angesprochen und den Topspeed, aber dazu muss ich noch etwas ergänzen. Es war eigentlich keine Rauschefahrt und auch kein Rekord, denn als wir im Mai 2019 von Neuseeland nach Fidschi gesegelt sind, waren wir einen Tag schneller. Weil diesmal die Wellen so hoch waren und wir trotzdem eine mehr oder weniger angenehme Fahrt haben wollten, haben wir sozusagen gebremst. Die Rollgenua blieb fast immer eingerollt und wir nutzten entweder eine alte Stagreiter Kutterfock oder die Stagreiter Sturmfock, dazu das Groß im 2. oder 3. Reff. Das hat natürlich zu häufigen Segelwechseln geführt und Benno war ziemlich busy diesbezüglich. Aber manchmal haben wir aus Bequemlichkeit auch einfach zu wenig Segelfläche stehen lassen. Normal erreichen wir eigentlich Etmale über 200 Seemeilen und oft auch Etmale um die 230 Seemeilen, aber diesmal die Fiji Navy besucht uns waren es nur um die 190 Seemeilen. Es spielte auch eine Rolle, dass wir so einen großen Bogen östlich gemacht haben, denn so sind wir 1350 Seemeilen gesegelt statt Luftlinie 1070 Seemeilen. Unser neuer Topspeed war völlig unbeabsichtigt und extrem gefährlich und das passiert hoffentlich nicht noch einmal. In dem Moment waren wir völlig ausgeliefert und hatten Glück, dass wir uns nicht überschlagen haben.
Nun dazu, wie es uns auf dem Quarantäne-AnkerpBenno und der Nasentestlatz gegangen ist. Wir hatten Glück mit dem Wetter und der Ankerplatz war immer gut. Wir kennen ja diesen Ankerplatz aus früheren Jahren und wissen, dass es schon mal dort ungemütlich werden kann, wenn der Wind aus bestimmten Richtungen kommt. Wir durften schwimmen gehen und die Navy hat jeden Tag nach uns geschaut und immer gefragt, ob wir was brauchen. Wir waren mit Lebensmitteln noch gut eingedeckt und auch mit Gemüse, denn ich wusste ja vorher, dass die Kontrolle von Biosecurity erst beim Einklarieren erfolgt und habe entsprechend eingekauft. Mit einer Sim-Karte wurden wir auch versorgt und konnten dann auch wieder am Weltgeschehen teilnehmen und die Kommunikation war nicht nur auf unsere Seefunkanlage beschränkt.

Am Freitagnachmittag kamen dann die Health Authorities an Bord und es wurde der PCR-Test gemacht, aber sehr, sehr rücksichtsvoll. Hat überhaupt nicht wJudyeh getan. Das negative Ergebnis Hanswurde uns am Montag, dem 5. Juli mitgeteilt und wir durften in die Denarau Marina fahren, weil die Behörden dort an Bord gekommen sind um die Einklarierung vorzunehmen. Außer unserem Agent, den man jetzt neuerdings haben muss, waren noch ein Biosecurity Officer und einer von Customs an Bord. Sie haben fleißig Papiere ausgefüllt und anschließend war der Biosecurity Officer nur kurz im Boot und hat nach Fleisch und Honig gefragt. Da wir beides nicht hatten, war er schnell zufrieden und wollte auch nur eine Backskiste sehen, wo wir Dosen gestaut haben. Das war es dann auch schon mit der Inspektion. Anschließend konnten wir uns frei bewegen. Wir waren erstmal in dem kleinen Laden im Gelände der Denarau Marina einkaufen und haben den Rest auf den nächsten Tag verschoben.
Geoff, der Manager hat uns sogar extra zu dem Fresh Choice, einen etwas größeren Supermarkt gefahren. Super Service. Wir wollten eigentlich auch mal wieder Essen gehen, denn die Restaurants haben alle geöffnet, obwohl keine Touristen da sind. Aber was für ein trauriger Anblick. Diese Ecke, die sonst von Leben übersprudelt, ist total verlassen. Im Restaurant sitzen geht leider nicht, sondern nur Takeaway ist möglich. Da haben wir keine Lust drauf. Als wir das Cruising-Permit in Händen haben, was uns erlaubt, überall in Fidschi zu segeln, werfen wir gleich die Leinen los.
Wir fahren dann nach Bekana Island, wo unsere Freunde Hans und Judy uns schon erwarten. Wir besuchen sie fast jeden Tag, denn wir haben uns lange nicht gesehen und es gibt viel zu erzählen.


Wir haben schon viele Mails bekommen, weil sich einige von unseren Freunden Sorgen machen, weil wir uns doch jetzt in einem sogenannten "Hochrisikogebiet" aufhalten. Alles halb so wild. Wenn es früher darum ging, die Verkaufszahlen von Zeitungen zu steigern, sprach man meist von "sex sells". Nun ist offenbar die Devise "panic sells". Aber wie auch immer das sich nun mit diesem Virus verhält, müsst Ihr Euch um uns keine Sorgen machen. Wir sind meistens auf dem Boot, genießen das schöne, sonnige Wetter, das klare und warme Wasser und haben mit anderen Menschen meistens nicht so viel Kontakt.
Wir ankern immer noch vor Bekana Island, aber nicht weil wir nicht auf andere Inseln dürfen, sondern weil wir hier gerne viel Zeit mit Hans und Judy verbringen wollen. Aber die nächsten Tage werden wir trotzdem mal Anker auf gehen und zumindest mal auf die Mamanucas segeln.

20. 06. 2021 - 27. 06. 2021 Opua/ Neuseeland - Denarau/Fidschi
Wir sind in Fidschi angekommen, aber müssen noch ein paar Tage auf dem Quarantäne-Ankerplatz liegen, ehe wir einklarieren können. Aber hier schon mal ein Bericht, wie es uns auf der Überfahrt ergangen ist. Am Sonntag um neun Uhr haben wir ausklariert und kurz vor 9.40 ging dann der Anker hoch, damit wir noch im 72 Stunden-Zeitrahmen für unsere Abreise sind. Wir haben uns sehr gefreut, dass Danny und Mo extra nochmal nach Opua gekommen sind um uns zu verabschieden. Und sie haben uns noch Obst und jede Menge Avocados aus ihrem Garten als Wegzehrung mitgebracht. Wir sind den ganzen Sonntag noch in der Bay of Islands rumgedümpelt, denn wir wollten warten, bis der Wind auf West dreht. Das war dann am Sonntagabend der Fall und wir haben die Bay verlassen mit Kurs auf Fidschi.
mit der Sturmfock unterwegs

Bis Dienstagabend hatten wir Starkwind und es blies dauerhaft zwischen 30 und 35 kn, in Böen sogar bis 50 kn! Ab 48 kn spricht man von 10 Windstärken auf der Beaufortskala, aber da der Wind von achtern kam, war das kein großes Problem. Nur mit dem Sturmsegel sind wir noch gut vorangekommen und am Mittwoch hatten wir dann traumhhohe Wellenaftes Wetter und herrliches Segeln. Die Wellenhöhe war aber immer noch beeindruckend und die See war auch ziemlich konfus. Gigantische Wellenberge wollten das Dinghi krallen, ist ihnen aber nicht gelungen. Bei diesen Bedingungen gegenan zu fahren, wäre in keinster Weise empfehlenswert! Gestartet sind wir bei einer Temperatur von 16 Grad, eigentlich noch erträglich. Und am Dienstag waren es dann schon 18 Grad, auch nachts. Ab Donnerstag dann 26 Grad und die Socken wurden von den Füßen verbannt. Die können jetzt für die nächsten Monate in die hinterste Ecke verstaut werden. In Neuseeland waren die Temperaturen in der Woche nachts sogar bis auf 5 Grad gefallen. Brrr.........

Wir waren täglich über die Seefunkanlage mit Speedmehreren Leute in Kontakt, mit Christian von SY-Donella, mit Pete vom Katamaran Moondust, der gleichzeitig mit uns losgefahren ist und diversen maritimen Amateurfunkern. Ab Donnerstag hat der Wind wieder aufgefrischt und die Wellenwurden wieder höher. Aber wir haben damit auch unseren bisherigen Top-Speed eingefahren. 27,5 kn! War zwar nur kurz beim Surfen, aber immerhin. Ihr habt vielleicht unseren Track auf Marine Traffic mitverfolgt und habt Euch gewundert, weshalb wir so weit nach Osten gefahren sind. Nun, wir wollten den Wind, auch wenn er stärker wird, immer in einem günstigen Winkel haben. Hat auch funktioniert und wir hatten immer moderate Bedingungen. Es hat sich auf dem Törn auch niemand verletzt und es gab auch keinen Bruch. Kochen unter diesen Bedingungen war etwas schwieriger als sonst, aber wir haben fast genau so gelebt, wie sonst auch. Natürlich abgesehen von der Wachroutine. Die sieht übrigens immer noch so aus, wie wir das seit Jahren praktizieren. Nach dem Abendessen geht Benno in die Koje und ich übernehme die Wache. Meistens habe ich Glück und es ist nicht viel zu tun. Keine Segelwechsel, keine Schiffsbegegnungen und ich mache es mir auf der Salonbank bequem und gucke einen Film oder lese und alle 15 bis 20 Minuten gehe ich raus für einen Rundumblick. Gucken, ob uns keine anderen Schiffe zu nah kommen und ob sich was an Wind oder Welle geändert hat. Übrigens haben wir auf der ganzen Strecke kein einziges Schiff gesehen. Manchmal gibt es auch Squalls, die man im Auge behalten muss. Ich lasse Benno meist so bis ein Uhr nachts schlafen, aber manchmal halte ich es auch bis halb drei aus, ich bin schließlich eine Nachteule. Dann übernimmt Benno den Rest der Nacht, bis es hell wird und ich dann wieder aufstehe. Nachdem er was gegessen hat und die Funkrunde zu Ende ist, die Wetterinformationen eingeholt sind, hat Benno Freiwache. Den Vormittag schließe ich damit ab, dass ich fürs Mittagessen sorge und danach lege ich mich ab. Aber tagsüber handhaben wir das mit den Wachen recht flexibel. Oft gibt es um vier Uhr eine Tasse Kaffee und Keks oder sonst was Süßes. Dann ist wieder Funkrunde und Zeit für Kommunikation per Email, neue Wetterdaten einholen und ich mache Abendessen. Dann geht Benno in die Koje usw. usw. Mit diesem Wachrhythmus fühlen wir beide uns wohl und könnten wochenlang so durch die Gegend schippern. Aber wochenlang dauert es diesmal nicht und wir sind schon am frühen Sonntagnachmittag in Denarau. Hier, wo sonst der Papst boxt, ist absoluter Totentanz, aber das haben wir ja vorher gewusst. Nun, wir werden mehr berichten, wenn wir denn mal an Land dürfen. Vielen Dank auch noch an alle, die unseren Törn mitverfolgt haben uns uns mental unterstützt haben.

20. 06. 2021 Opua/Neuseeland
Nicht zu glauben, aber wir sind tatsächlich auf dem Weg nach Fidschi. Wir haben jetzt über sechs Wochen auf ein halbwegs passables Wetterfenster gewartet. Ganz optimal ist es diesmal nicht, aber es wird wohl gehen. Wären die sinnlosen Restriktionen nicht, dass wir innerhalb von 72 Stunden nach dem Test los fahren müssen, würden wir noch einen Tag oder zwei mit dem Lossegeln warten. Aber alles Meckern nützt ja nix, wir müssen es jetzt nehmen wie es kommt. Jedenfalls war bei uns mit dem PCR-Test alles in Ordnung und die Genehmigung nach Fidschi einzureisen haben wir auch.Belena im Nebel


Die letzten Wochen waren nicht sehr aufregend. Aber wir haben uns eine mobile Dieselheizung zugelegt und wie es so ist, haben wir sie nur einige wenige Male gebraucht. Aber dann hat sie ihren Zweck ja auch erfüllt :-)) Zum Abschluss hatten wir es aber nachts noch 7 Grad, was bisher unsere kälteste Temperatur hier in Neuseeland war. Gelegentlich war es morgens neblig, aber tagsüber haben es die Temperaturen doch bis 20 Grad geschafft, sodass wir noch oft im Cockpit sitzen konnten. Aber einige Regentage hatten wir auch. Ein Tief hat das nächste verfolgt und wir waren ziemlich ungeduldig, weil sich lange Zeit kein Wetterfenster gezeigt hat, mit dem wir gepflegt nach Fidschi hätten segeln können.
Tief über NeuseelandBlick vom Lookout Roberton Island
Großartig unternommen haben wir die letzten Wochen in Neuseeland nix mehr. Wir haben lediglich vor Roberton Island geankert, sind dort auf den
schönen Lookout gegangen und in der letzten Woche haben uns dort einige Delfine verabschiedet. Sie sind um und unter unserem Boot geschwommen und haben dort eine Weile gespielt. Sehr schön. Wir haben uns auch zum xten Mal von unseren Freunden verabschiedet und nun ist es soweit. Zeit um Anker auf zu gehen und los.
Mal sehen, wie es uns diesmal ergehen wird. Während des Törns wird es wie immer täglich einen Positionreport geben und Ihr wisst immer, wo wir gerade sind.
Drückt uns die Daumen für eine gute Überfahrt! 

Ende Mai 2021 Bay of Islands
Pustekuchen! Nix mit Fidschi, zumindest wird das jetzt sicher nix mehr im Mai. Hoffen wir auf Juni und hoffen wir, dass die Blue Lane (die Initiative, durch die die Einreise von Segelbooten erlaubt wird) offen bleibt. Denn mittlerweile drehen sie auch in Fidschi am Rad. Die testen dort und testen und testen und wissen nichts von der hohen Falschpositivrate des PCR-Tests. Oder zumindest wird davon nichts in den Medien berichtet. Aber glücklicherweise hört man auch dort, dass es kaum schwer Erkrankte gibt.

Radweg entlang des Kawakawa RiversLongbridge Taumarere
Aber jetzt noch kurz, wie wir hier in Neuseeland die letzten Wochen verbracht haben. Viel Aufregendes gab es nicht, aber wir haben noch eine letzte Radtour gemacht und zwar diesmal von Opua nach Kawakawa.Entlang der alten Eisenbahnlinie ist jetzt ein sehr schöner Radweg angelegt der uns auch über die Longbrige bei Taumarere geführt hat. Das ist die längste gekurvte Holzbrücke der südlichedie Lok und der Passagierwaggonn Hemisphäre und vor ein paar Jahren wurde sie renoviert und ist jetzt Teil des Radweges. Wir sehen unterwegs die Vintage Railway und entscheiden uns, auf dem Rückweg nach Opua das Stück bis Taumarere mit zu fahren.

 Wieder zurück in Opua gehen wir dann noch ins Marina Cafe, wo wir gut essen. An Bord werden dann in den nächsten Tagen die Räder verstaut, denn wir möchten auch für eine baldige Abreise gerüstet sind. Auch wenn es bisher noch nicht damit geklappt hat. Es sah öfter mal so aus, als ob das Wetter passen würde, aber dann hat sich die Wetterlage wieder geändert und es wurde wieder nix mit Wegsegeln.

Aber wir fahren fort mit den üblichen Vorbereitungen für einen längeren Törn. Volltanken, Lebensmittel einkaufen, ein paar Sachen verstauen, die wir dann länger nicht benötigen usw. usw. Segelmäßig tut sich nicht sehr viel, denn wir ankern meist vor Paihia oder Russel. Dafür genießen wir nochmal "Social life" in vollen Zügen, denn es gibt immer einen Anlass. In unserer kleinen Seglergemeinde gibt es allein im Mai drei Geburtstage zu feiern und für uns sind das dann quasi auch Abschiedsfeiern. Wir wissen nie, ob und wann wir Menschen, mit denen wir gerne Zeit verbracht haben, wieder sehen werden. Aber so ist das nun mal.
Es wird wirklich Zeit um zu neuen Ufern aufzubrechen. Wenn diese auch im Falle von Fidschi nicht ganz so neu sind. Immerhin waren wir in den letzten 6 Jahren bereits viermal dort und einmal sogar 12 Monate am Stück. Aber noch sind wir nicht da, wenn es auch hoffentlich nicht mehr allzu lange dauert, bis wir los segeln können. 

Ende April 2021 Whangarei - Bay of Islands
Die vergangenen Wochen waren stark geprägt mit Pläne schmieden, Pläne wieder ändern oder völlig neue Ideen entwickeln, wie es denn nun weiter gehen soll. Ein anderer Segler sagte dazu: I have no plan but I stick to it.
Der aktuelle Status unserer derzeitigen Überlegungen sieht so aus, dass wir in Erwägung ziehen, bald nach Fidschi zu segeln. Aber da gab es jetzt auch einige Fälle von Covid19 und im Moment hat die Regierung in Fidschi auch für viele Gegenden einen Lockdown verhängt. Wir hoffen, dass Fidschi die Grenzen nicht auch noch schließt.
Jedenfalls haben wir uns in Whangarei schon von vielen Freunden und Bekannten verabschiedet. Ob es ein Abschied für immer sein wird...
Das kann keiner im Moment sagen.
das neue Hundertwasser Art Centre in Whangarei
Nachdem wir unser Programm in Whangarei absolviert haben, gehen wir Anker auf und segeln erstmal in die Urquartsbay. Zum letzten Mal geht Benno nach Jakobsmuscheln tauchen, denn erstens wollen wir die Gegend verlassen und zweitens fängt die Schonzeit am 1. April an. Anfang April setzen wir dann Segel und es geht wieder in einem Rutsch in die Bay of Islands.Bream Head mitWolkenhäubchen

Als wir wieder an unserem Lieblingsplatz vor Waewaetorea ankern, klopft es plötzlich am Rumpf. Es sind Danny und Mo, die wir 2016 auf Kiribati kennen gelernt haben. Die beiden sind Neuseeländer und haben fünf Jahre lang mit ihrem Boot Sam den Pazifik erkundet. Sie waren fast überall zwischen Neuseeland, Französisch Polynesien, Marshall Island und haben sogar Australien umrunden. Bemerkenswert ist, dass ihr Boot nur knapp neun Meter lang ist. Man sieht also, dass man auch mit einem kleinen Boot tolle Touren machen kann.
Sie haben ein 5 Acre (etwa 2 ha) großes Grundstück und ein paar Tage später laden sie uns ein und wir verbringen eine schöne Zeit miteinander. Schwelgen in gemeinsamen Erinnerungen und sehen uns auch sehr schöne Fotos aus den Kimberleys im Norden Australiens an, wo es den Beiden besonders gut gefallen hat.

Zum Abschied schenken sie uns noch Unmengen von Avocados, Feijoas, Quitten, Kiwis, Khakis und anderem, was bei Ihnen alles auf dem Grundstück wächst.Marsden Cross in der Rangihoua Bay
Auch diesmal bleiben wir in der Bay of Islands nicht sehr lange an einem Ankerplatz und bewegen uns mit Belena öfter mal, damit das Unterwasserschiff nicht zu sehr bewächst. Wir lernen dabei auch noch Ankerplätze kennen, wo wir bisher noch nicht waren. Einer davon ist vor Ranghihoua, ein historischer Ort, wo die ersten Europäer sich niedergelassen haben. Wie so oft hier in Neuseeland wird durch Infotafeln alles gut erklärt. Hier hat auch Hannah King gelebt, die das erste europäische Kind in Neuseeland geboren hat und deren Nachfahre Jim King wir persönlich kennen. 

Wir segeln später auch noch ins Te Puna Inlet, wo Jim ein Riesengrundstück besitzt und an dessen Ufer wir wie immer Pipis suchen und Austern pflücken. Diesmal sammeln wir Cockles.

Der lateinische Name ist: AuCocklesstrovenus stutchburyi und bei den Māoris heißen sie Tuangi. Sie sind endemisch in Neuseeland und werden auch als little neck clam bezeichnet, sind eine Art Venusmuschel und schmecken auch gut.
Das Wetter ist im April noch gnädig zu uns, denn die Nachttemperaturen sind bisher meistens zweistellig gewesen. TagBlick vom Omata Estate Vineyardsüber wird es oft 20 Grad warm oder mehr, es ist sonnig und der Himmel ist blau. Kann man aushalten.
Wir kommen auch noch ein paarmal zum Fahrradfahren und eine Tour führt uns von Russel nach Okiato, der ersten Hauptstadt in Neuseeland. Dort besuchen wir Christian, ein hier sesshaft gewordener Segler und Amateurfunker, den wir durch Amateurfunk kennengelernt haben. Auf dem Rückweg kehren wir in der Omata Estate Vineyard & Kitchen ein, wo wir guten Wein trinken und lecker Pizza essen, ehe wir uns wieder auf den Weg nach Hause machen. 

Wir genießen auch die Treffen mit unseren Segelfreunden, die wir manchmal zu uns einladen, aber wir sind auch gelegentlich auf deren Booten zu Gast. Dann bereiten wir uns so langsam auf den Segeltörn nach Fidschi vor. Benno klettert mehrfach in den Mast um alles zu überprüfen, der Proviant wird aufgestockt und und und... Diesmal wird uns die Abreise nicht so einfach gemacht. Vor dieser verrückten Virushysterie hat man sich ums Wetter kümmern müssen und hatte man dann ein Wetterfenster gefunden, ist man hier zu den Behörden, hat ausklariert und ist los gesegelt. Nun wird man noch vorher mit einem PCR-Test gequält und man muss spätestens 72 Stunden nach dem Test losfahren. Sonst bekommt man nicht die Genehmigung in Fidschi einzureisen. Aber es ist nicht so einfach, einen Arzt zu finden, der einem zeitnah einen Termin gibt. Dann muss das Labor den Test schnell auswerten, dann muss der Agent in Fidschi, den man jetzt neuerdings braucht, einem noch die Erlaubnis zur Einreise erteilen und dann erst kann man zu den Behörden in Neuseeland und kann ausklarieren. Und dann muss man hoffen, dass das Wetterfenster noch offen ist. Hatte ich schon erwähnt, dass die Wetterfenster, um hier in Neuseeland mit angenehmen Bedingungen los zu segeln, oft sehr klein sind und das die Strecke von hier in die Tropen durchaus anspruchsvoll ist? Es gab in der Vergangenheit schon häufiger Unfälle auf dieser Strecke, wenn Segler in schlechtes Wetter gerieten. Und wenn das Wetterfenster so aussieht, dass man an einem Montag los fahren könnte, dann kann man das auch vergessen, weil weder der Arzt noch die Labore am Wochenende arbeiten. Ganz zu schweigen davon, wenn man falsch positiv gemessen wird, was bei der Unzuverlässigkeit der Tests ja nicht auszuschließen ist.
Aber da wird sich schon eine Lösung finden. Hoffen wir. Wir werden sehen, wie das klappt und hoffentlich kommt der nächste Bericht aus Fidschi.

Ende März 2021 Bay of Islands - Whangarei
Sehen, wohin uns der Wind weht, hat sich schneller ergeben, als wir gedacht hatten, denn am 5. März gab es hier eine Tsunamiwarnung.die TsunamiwarnungWir haben die erste Mail aus Deutschland wegen der Tsunamiwarnung nachts um drei Uhr bekommen. Da haben wir uns noch nicht viel bei gedacht, denn als wir aufgestanden sind und das gelesen haben, war der Markt schon verlaufen. Wir hatten sowieso nix gemerkt. Aber als wir dann morgens erfahren haben, dass es weitere und auch stärkere Erdbeben in den Kermadecs gab, die etwa 500 Seemeilendie Autofähre von Opua hat sich auch in Sicherheit gebracht von uns entfernt liegen und deren Auswirkungen wir eigentlich spüren müssten, haben wir doch unseren Ankerplatz verlassen. Wir lagen in einer sehr weitläufigen Bucht und auch nur auf drei bis vier Meter Wassertiefe. Nicht gut.
Fast jedes Boot in der Bay of Islands ist weit raus aufs Meer gefahren, auch die Autofähren und sonstige kommerzielle Boote. Die Segler natürlich auch. Zum Glück hatten wir ruhige See und wir haben einen schönen Segeltörn draus gemacht. Seltsamerweise gab es erst gegen 14 Uhr Entwarnung, dabei können die heutigen Wettersatelliten doch genau die Wellenhöhe messen. Aber vielleicht war man nicht sicher, ob es weitere Erdbeben geben wird. Wir haben absolut nichts von einer Welle gemerkt und es war wohl auch nirgends irgendein größeres Problem. Allerdings wurden landesweit die Leute evakuiert, die auf Meeresniveau wohnen und Freunde haben uns erzählt, das überall Sirenen zu hören waren.
Aber vielen Dank auch Euch für die lieben Mails, die uns gezeigt haben, das Ihr an uns gedacht habt und um unser Wohlergehen besorgt seid.
Da wir ja schon so weit draußen waren und Cape Brett nicht weit weg war, haben wir uns kurz entschlossen, die Bay of Islands zu verlassen und wieder Richtung Whangarei zu segeln.
Nach unserem doch mehr oder weniger spontanem Ankeraufgehen haben wir es dann doch noch, auch bei wenig Wind und fast ohne Motorstunden bis nach WhangaHatea River und Lymestone Islandruru gepackt.
Wir stoppen nochmal kurz in der Ngunguru Bay, aber dann geht es in einem Rutsch bis Marsden Cove. Wir fahren auch mal mit dem Dinghi in die Marina dort und treffen Bekannte, aber dann fahren wir wieder in die Urquartsbay und auch nach Whangarei.
Einige von Euch haben gemerkt, dass wir mit den Positionreports in der letzten Zeit etwas nachlässig geworden sind. Nun, manchmal haben wir es vergessen, aber da wir in den letzten Wochen nur an Plätzen geankert haben, wo wir schon zig mal waren, haben wir auch oft bewusst keinen Positionreport gemacht.
So vergehen auch Tage und Wochen, wo wir nur zwischen Whangarei und der Urquartsbay hin und her pendeln. Wir haben dabei einen neuen Ankerplatz vor Lymestone Island im Hatea River gefunden, der uns ins Auge gefallen ist, als wir eine schöne Radtour von Whangarei nach Onerahi gemacht haben.
 Blick vom Te Whara auf die Urquartsbay

Benno ist auch nochmal auf den Te Whara gewandert und zwar diesmal nicht von Ocean Beach, sondern er ist in der Urquartsbay gestartet.Peach Cove hat er bei dieser Gelegenheit auch noch besucht und auch den Mont Lion hat er noch mitgenommen. Jetzt hat er alle Gipfel bestiegen, die hier in der Gegend besteigbar sind. Ein besonderes Ereignis war noch die Einladung zu einer Goldenen Hochzeit. Das erreicht schöne Zeiten als Corona nur ein Bier warja nicht jeder. Aber das wars auch schon, was es so zu berichten gibt. In den nächsten Tagen ist ja auch Ostern, aber Euch Frohe Ostern zu wünschen, erscheint uns im Moment sehr zynisch. Was sind das für Verhältnisse, wo die Grundrechte der Menschen eingeschränkt werden, wo Politiker als Lobbyisten der Großen und Mächtigen auftreten und sich selbst die Taschen vollstopfen? Die Commerzbank wirbt damit, dass die 30 größten deutschen Unternehmen für 2020 rund 34 Milliarden Euro ausschütten, während jede Menge Kleinunternehmer und mittelständige Firmen in die Pleite getrieben werden.
Und wir bedauern sehr den Verlust der Meinungsfreiheit, denn jeder, der heutzutage eine nicht regierungskonforme Meinung zu den Maßnahmen äußert, wird als Volldepp hingestellt. Und Leute, die die Maskenplicht verletzen, werden härter bestraft als Kinderschänder oder Vergewaltiger. Geht´s noch?!!!
Und in der dritten Welt sind die Folgen der Coronamaßnahmen noch gravierender. Da verhungern die Menschen oder bringen sich gleich selbst um, weil sie keine Lebensperspektive mehr haben.
Aber ich will dieses Thema jetzt nicht weiter vertiefen. Wir sehen auch keine Möglichkeit, wie wir diese grausame Weltpolitik ändern können und versuchen deshalb, es uns so gut gehen zu lassen, wie es eben zur Zeit möglich ist.
Deshalb nun der Osterwunsch an Euch: Lasst es Euch gut gehen, trotz oder gerade wegen der verrückten Zeit im Moment.    

Ende Februar 2021 Auckland - Bay of Islands
Als ob wir es geahnt hätten! Ja, seit wir aus Auckland weg sind, hat es zwei Lockdowns dort gegeben. Der erste war Mitte Februar, weil eine Familie positiv getestet wurde, aber der Lockdown wurde nur für drei Tage verhängt. Aber da waren wir ja schon weg. Und dann gab es Ende Februar wieder einen Lockdown und diesmal für eine ganze Woche, weil eine einzige Person positiv getestet wurde. No comment!
Die Zeit in Auckland war eigentlich nicht so schlecht, zumindest nicht für mich (Marlene). Wir haben vor der Orakei Marina geankert und dort konnte mich Benno bequem an Land bringen. Ich bin ein paarmal mit dem Fahrrad in die Stadt gedüst, mein Fahrrad und die Einkäufe hab erledigt, was es zu erledigen gab und bin ein bisschen durch die Stadt geschlendert. Benno hatte auf Stadt keine Lust und ist lieber auf Belena geblieben. Die Fahrt mit dem Fahrrad in die Stadt war sehr entspannt, denn die ganze Strecke gibt es einen Radweg. Zwar nicht immer schön, weil am kommerziellen Hafen vorbei und parallel der stark befahrenen Straße, aber doch besser als kein Radweg.
Wir sind dann Ende Januar in Auckland Anker auf gegangen. Wieder über Motuihe, Waiheke und einem Zwischenstopp bei Port Jackson an der Nordseite der Coromandel Peninsula.
Aber da der Ankerplatz doch zu unruhig war, segelten wir weiter nach Port Charles an der Ostküste von Coromandel. Am nächsten Morgen ging es dann nach Great Barrier Island, wo der Anker in Tryphena Harbour fiel. Das ist die erste große Bucht im Südwesten von Great Barrier Island und man kann von hier aus schöne Spaziergänge machen und wir fahren mit den Rädern auch bis auf die Ostseite von Great Barrier zum Medlands Beach. der Medlands Beach
Ein schöner, weitläufiger Strand, wo wir auch schon mal in einer geschützten Ecke geankert hatten.

Auf dem Rückweg kommen wir an der Aotea Brewery vorbei. Dort ist gerade ein Fest mit Musik und zu Essen gibt es auch was Leckeres. Wir genießen die Atmosphäre und nachdem wir uns gestärkt hatten, geht es wieder zurück über die Berge zu Belena. Ein Hoch auf mein E-Bike, denn mit einem normalen Fahrrad hätte ich das nie geschafft.
Da es auch einen kleinen Supermarkt in der Tryphena Bay gibt, der zwar nicht billig, aber gut sortiert ist und auch ein nettes Irish Pub, bleiben wir ein paar Tage.
Blick in den Tryphena Harbour
Einmal kommen wir sogar in den Genuss eines Openair-Rockkonzertes. Eine Band hatte ihr Equipment bei Niedrigwasser mit allem Drum und Dran am Strand aufgebaut und sie haben Stücke von Pink Floyd, Bob Marley und andere tolle Musik gespielt.die Rockband

Und dann haben wir noch entdeckt, dass es im Tryphena Harbour auch Scallops gibt und zwar wesentlich größere und mehr als in der Urquartsbay. Kein Wunder, denn hier liegen sie auf fünfzehn Metern Tiefe, während sie in der Urquartsbay schon ab fünf Meter zu finden sind. Logisch, dass es da viel mehr Leute gibt, die sie einsammeln.
Ein besonderes Erlebnis hatten wir mit Oystercatchern. Das sind die schwarz-weißen oder schwarzen Vögel mit dem knallrot-orangen, langen Schnabel, die damit immer am Strand im Sand rumstochern. Diesmal waren sie gar nicht entspannt und sind Scheinangriffe auf uns geflogen. Hitchcock lässt grüßen. Später erzählt uns eine Anwohnerin, dass wir wohl versehentlich ihren Küken zu nahe gekommen sind.
Unser nächster Ankerplatz ist dann in Whangaparapara Harbour ein paar Meilen nördlich von Tryphena Harbour. Freunde hatten uns erzählt, dass man dort in der Great Barrier Lodge sehr gut essen kann. Und ja, es hat uns dort Great Barrier Lodge
sehr gut geschmeckt. Aber anschließend segeln wir weiter. Wir wollen wieder Richtung Whangarei und auf Great Barrier Island ankern wir nur noch bei dem Inselchen Mahuki und in der Miners Cove bevor wir noch zu den Mokohinau Inseln fahren. Unterwegs sehen wir ganz dicht am Boot Manta-Rochen, die sogar Purzelbäume schlagen. Toll, dass ist das erste Mal, dass wir diese imposanten Meeresbewohner in Neuseeland sehen. Aber eine Kamera war leider nicht zur Hand und dann waren sie zu weit weg zum Fotografieren. Die Mokohinau Islands sind eine sehr schöne Inselgruppe und wir waren erst einmal dort. Aber diesmal liegt man dort zu unruhig und wir bleiben nicht über Nacht. Also wieder zu den Hen and Chicken Islands ehe wir den Schlag in die Urquartsbay machen. Benno macht den obligatorischen Tauchgang um Scallops einzusammeln und dann gehen wir Anker auf und legen uns vor Norsand. Bei Norsand Boatyard holen wir unsere Päckchen und Pakete ab, die man dort freundlicherweise für uns annimmt und wir treffen auch den ein oder anderen und halten Schwätzchen.wieder in Whangarei

Wir haben wie immer vieles in Whangarei zu erledigen und als das getan ist, hauen wir wieder ab. Erwähnenswert wäre noch, dass wir ein neues Restaurant ausprobiert haben und zwar das Fat Camel in der Fußgängerzone in Whangarei. Ein israelitisches Restaurant mit guter Küche und sehr empfehlenswert.
Von Whangarei fahren wir wie immer erstmal in die Urquartsbay. Erstens weil es hier klares Wasser gibt und natürlich auch wegen der Scallops. Aber lange können wir nicht bleiben. Es ist Schietwetter angesagt und da sind wir in der Parua Bay besser aufgehoben. Bevor das schlechte Wetter kommt, haben wir aber noch Gelegenheit in der Parua Bay Tavern eine Pizza zu essen.
Nach dieser Schlechtwetterfront bläst der Wind aus Süden und das nehmen wir zum Anlass, mal wieder in die Bay of Islands zu segeln. Wir schaffen es diesmal in einem Rutsch und am Nachmittag fällt der Anker wieder vor Waewaetorea Island nördlich von der Strand von Paihia
Urepukapuka Island. Ist zur Zeit unser Lieblingsplatz in der Bay of Islands. Der Farmers Markt, der jeden Donnerstag Nachmittag in Paihia stattfindet, ist immer ein Magnet für uns. Da auch unsere Freunde dort gerne hin gehen, trifft man sich mal wieder. In Whangarei gibt es zwar auch einen Farmers Markt, der auch sehr gut sein soll, aber da waren wir noch nie. Der ist jeden Samstag und fängt sehr, sehr früh morgens an und das ist einfach nicht unsere Zeit.

Nach dem Einkaufen segeln wir in die Assassination Cove. Hier wurden mal ein paar Franzosen abgemurkst, weil sie Stress mit den Maori hatten und irgendwelche Regeln nicht eingehalten haben. Allerdings haben danach die Franzosen ein ganzes Maori-Dorf platt gemacht und alle abgeschlachtet. Aber es ist eine sehr geschützte Bucht und an Land kann man schöne Spaziergänge machen. Hier gehe ich übrigens das erste Mal für dieses Jahr ins Wasser. Der erste Eindruck ist zwar immer noch sehr erfrischend, aber dann gewöhnt man sich dran. Ende Februar haben wir hier immer noch warmes Sommerwetter, obwohl wir Anfang Februar mal nachts 12 Grad hatten. Aber hoffen wir, dass uns die sommerlichen Temperaturen noch lange erhalten bleiben!
Wir bleiben ein paar Tage und dann geht es wieder nach Waewaetorea und dann wieder nach Paihia auf den Markt. In diesem Stil vergeht der Februar und wir segeln in der Bay of Islands rum. Aber im März werden wir sicher irgendwann wieder nach Süden segeln. Mal sehen, wohin uns der Wind weht.

Ende Januar 2021 Bay of Islands - Auckland
Wenn man mal von den verrückten Umständen absieht, die fast in der ganzen Welt durch die Corona-Restriktionen herrschen, könnte man fast meinen, das neue Jahr 2021 fängt genauso an wie letztes Jahr.
Auch diesmal haben wir wieder die Weihnachtstage mit Freunden verbracht und natürlich sind die kulinarischen Freuden nicht zu kurz gekommen.
Da wir Silvester wieder vor Russel geankert haben, konnten wir auch das diesjährige Feuerwerk vor Paihia gut sehen. Vorher hatten wir die Bude voll, wie man so schön sagt. Unsere Freunde waren bei uns und zum Glück hat das Wetter mitgespielt und wir konnten den ganzen Abend bei leckerem Essen und Trinken im Cockpit sitzen und auf das neue Jahr anstoßen.
Seit Belana wieder im Wasser ist, sind wir ganz schön rum gekommen.
Es macht Spaß mal wieder unterwegs zu sein nach der langen Liegezeit an Land, aber wir möchten auch nicht, dass unser frisch gestrichenes Unterwasserschiff wieder so schnell bewächst. Die Wasserqualität ist ja besonders in der Bay of Islands nicht vom Besten um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. Unsere Freunde, die schon mal länger an einem Ankerplatz liegen, beschweren sich alle, dass nach kurzer Zeit das Unterwasserschiff schon wieder bewachsen ist.
So sind wir also vor und nach Weihnachten an verschiedensten Ankerplätzen. Nach Waewaetorea Island geht eRainbow Warrier Memorials nach Pahia zum Einkaufen, dann nach Moturoa an die Südküste, wieder zurück nach Paihia. Dann mal eben auf die andere Seite vor Russel, wo unsere Freunde ankern und nach Weihnachten gleich wieder Anker auf und erstmal nach Norden. Stoppen bei der Purerua Penisula, bevor es weiter zu den Cavalli Islands geht.Hier fällt der Anker in der Nähe der Rainbow Warrior, aber die Bedingungen um dort wieder einen Tauchgang zu machen, sind nicht gegeben. Also fahren wir wieder weg und ankern in der Matauri Bay. Von hier ist es nicht weit zu dem Denkmal der Rainbow Warrior, von wo man auch einen schönen Ausblick hat. von dort Blick auf die Cavalli IslandsNachdem wir von dem Monument zurück sind, geht es schon wieder Anker auf und wir fahren nochmal rüber zu den Cavalli Island in die Papatara Bay. Aber es immer noch zu unruhig und wir fahren dann in die Wainui Bay, wo man wesentlich ruhiger liegt.
Wir wollen wieder ein bisschen Fahrrad fahren und fahren deshalb nach Whangaroa. Dort gibt es beim Yachtclub einen Steg, wo wir mit den Fahrrädern gut anlanden können. Wir fahren bis nach Kaeo und der Weg an sich ist sehr schön, aber die Autofahrer verhalten sich nicht sehr gentlemenlike. Sie fahren viel zu dicht an uns vorbei und einmal wird Benno sogar von der Straße abgedrängt. In Kaeo besuchen wir das örtliche kleine Museum und kaufen ein paar Sachen dort im 4Square Supermarkt ein und dann geht es wieder nach Hause.
Dann wird es auch langsam schon wieder Zeit, den Rückweg nach Russel anzutreten, damit wir rechtzeitig zu Silvester da sind. Diesmal machen wir nur wenige Stopps wie in der Taupo Bay, vor Panaki Island bei den Cavalli Islands und wieder in der Matauri Bay bevor wir über Pahia nach Russel fahren.
Ja, ziemlich viele Ankerplätze in einer Woche, aber es war schön.
Und in diesem Tempo geht es im neuen Jahr weiter.
Gleich am 1. Januar gehen wir in Russel Anker auf. Wir wollen wieder nach Whangarei, weil wir dort das ein oder andere zu erledigen haben. Obwohl wir sehr spät aufstehen, schaffen wir es noch bis zur Oakura Bay südlich von Whangaruru. Und am nächsten Tag geht es schon weiter bis in die Matapouri Bay. Hier waren wir schon mal und es ist eine sehr schöne Bucht. Die ist auch sehr beliebt bei den Einheimischen und da ja gerade Schulferien sind, ist die Bucht gut besucht. Und die Kinder tummeln sich stundenlang im Wasser, obwohl es nur 20 Grad warm ist. Nun, als wir in dem Alter waren, hatten uns diese Temperaturen auch nicht abgeschreckt. Aber heute..... Brrrrrrrrrrr...........
Von der Matapouri Bay segeln wir gleich wieder zu Hen and Chicken Islands. Diesmal ankern wir im Süden der Inselgruppe zwischen Lady Alice Island und Whatupuke Island. Benno geht hier sogar tauchen, aber mir ist das Wasser zu kalt. Der Tauchgang war aber trotzdem interessant und Benno hat sogar einen weißen Hai gesehen, aber leider nicht fotografieren können.
Auf dem Weg nach Whangarei machen wir wieder den obligatorischen Stopp in der Urquartsbay und Benno geht wieder Scallops pflücken. Er hat nach spätestens einer Viertelstunde die erlaubte Anzahl von vierzig Muscheln, aber es dauert wesentlich länger, bis ich mit dem Putzen der Muscheln fertig bin. Aber das macht nix, die Mühe lohnt sich, denn sie schmecken echt lecker.
In Whangarei haben wir einiges zu erledigen, aber danach hauen wir  gleich wieder ab. Erst in die Parua Bay und dort lesen wir auch, dass es kürzlich hier in Neuseeland Haiangriffe, sogar mit tödlichem Ausgang gab. Da hatte Benno ja nochmal Glück.
Wir machen einen Abstecher in die Smugglers Bay, aber nur für einen kurzen Stopp. Der Wind wird später in diese Bucht wehen und dann ist es dort nicht mehr gemütlich. Wir segeln statt dessen vor den Ocean Beach und von dort macht Benno auch eine tolle Wanderung auf den Gipfel des Te Whara (Bream Head).Bream Head oben angekommen Mir ist das zu anstrengend und ich erfreue mich an den Fotos, die Benno gemacht hat.

der Blick von Bream Head der kleine weiße Punkt unten rechts ist Belena

 

 Bevor wir wieder nach Whangarei fahren (Päckchen abholen, juhu), machen wir nochmal einen Stopp bei den Hen and Chicken Islands, aber diesmal auf der Nordseite der Inseln. Benno angelt hier auch zwei Snapper, die wir uns gut schmecken lassen. Danach wieder Urquartsbay (wieder Scallops) und dann Whangarei.
Als wir alles in Whangarei erledigt haben, geht es wieder Anker auf.
Doch bevor wir wegfahren, kriegen wir noch mit, wie Annie mit ihrem selbstgebauten Boot auch ins Wasser kommt. Da sie ein Dschunkenrigg hat, wird sie von vielen Booten, die auch alle das gleiche Rigg haben, gebührend empfangen. Alle sind über die Toppen geflaggt und sie wird sich sicher darüber freuen.
Manchmal werden einem Ziele vorgegeben und da mein Reisepass bald abläuft, wollen wir nun nach Auckland segeln. Da das Konsulat bis zum 19. Januar geschlossen hat, macht es wenig Sinn, dass ich von Whangarei mit dem Bus nach Auckland fahre. Da macht es mehr Spaß, wenn wir mit dem Boot dorthin segeln. Delfine begleiten unsund reiben sich am RumpfAlso geht es wieder in die Urquartsbay, aber danach zügig weiter nach Süden. Nun, so zügig auch nicht. Es ist wenig Wind und wir treiben mehr als dass wir segeln, doch wir kommen so gemütlich bis in die Omaha Cove. Und unterwegs begleiten uns wieder Delfine und das recht lange.

 

 

 

 

 

Bei Omaha Cove ist der Ort Leigh und die Gegend ist auch schön. Wir machen einen Ausflug mit dem Dinghi und genießen den schönen Spaziergang entlang der Küste. Weiter im Süden finden wir eine ruhigen Ankerplatz nicht weit von der Mahurangi Bay. Vor dort segeln wir nach Motutapu Island, wo wir im Osten der Insel schöne Ankerplätze finden wAmericas Cup Rennbootie die Station Bay, die Home Bay und Waikalabubu Bay. Hier, auf Waiheke Island und auf Motuihe Island treiben wir uns ein bisschen rum ehe wir vor Auckland fahren.
Nein, wir haben uns nicht die Rennen um den America's Cup angeguckt. Das interessiert uns schlicht und einfach nicht. Aber ein paar Boote haben wir doch gesehen und einige Fotos gemacht. Und sobald wir hier alles erledigt haben, werden wir wieder Anker auf gehen.Lighthouse vor Auckland