Logbuch 2021

Ende April 2021 Whangarei - Bay of Islands
Die vergangenen Wochen waren stark geprägt mit Pläne schmieden, Pläne wieder ändern oder völlig neue Ideen entwickeln, wie es denn nun weiter gehen soll. Ein anderer Segler sagte dazu: I have no plan but I stick to it.
Der aktuelle Status unserer derzeitigen Überlegungen sieht so aus, dass wir in Erwägung ziehen, bald nach Fidschi zu segeln. Aber da gab es jetzt auch einige Fälle von Covid19 und im Moment hat die Regierung in Fidschi auch für viele Gegenden einen Lockdown verhängt. Wir hoffen, dass Fidschi die Grenzen nicht auch noch schließt.
Jedenfalls haben wir uns in Whangarei schon von vielen Freunden und Bekannten verabschiedet. Ob es ein Abschied für immer sein wird...
Das kann keiner im Moment sagen.
Nachdem wir unser Programm in Whangarei absolviert haben, gehen wir Anker auf und segeln erstmal in die Urquartsbay. Zum letzten Mal geht Benno nach Jakobsmuscheln tauchen, denn erstens wollen wir die Gegend verlassen und zweitens fängt die Schonzeit am 1. April an. Anfang April setzen wir dann Segel und es geht wieder in einem Rutsch in die Bay of Islands.
Als wir wieder an unserem Lieblingsplatz vor Waewaetorea Island ankern, klopft es plötzlich am Rumpf. Es sind Danny und Mo, die wir 2016 auf Kiribati kennen gelernt haben. Die beiden kommen aus Neuseeland und haben fünf Jahre lang mit ihrem Boot Sam den Pazifik erkundet. Sie waren fast überall zwischen Neuseeland, Französisch Polynesien, Marshall Island und haben sogar Australien umrunden. Bemerkenswert ist, dass ihr Boot nur knapp neun Meter lang ist. Man sieht also, dass man auch mit einem kleinen Boot tolle Touren machen kann.
Sie haben ein 5 Acre (etwa 2 ha) großes Grundstück und ein paar Tage später laden sie uns ein und wir verbringen eine schöne Zeit miteinander. Schwelgen in gemeinsamen Erinnerungen und sehen uns auch sehr schöne Fotos aus den Kimberleys im Norden Australiens an, wo es den Beiden besonders gut gefallen hat.
Zum Abschied schenken sie uns noch Unmengen von Avocados, Feijoas, Quitten, Kiwis, Khakis und anderem, was bei Ihnen alles auf dem Grundstück wächst.
Auch diesmal bleiben wir in der Bay of Islands nicht sehr lange an einem Ankerplatz und bewegen uns mit Belena öfter mal, damit das Unterwasserschiff nicht zu sehr bewächst. Wir lernen dabei auch noch Ankerplätze kennen, wo wir bisher noch nicht waren. Einer davon ist vor Rangihoua, ein historischer Ort, wo die ersten Europäer sich niedergelassen haben und die Einheimischen missioniert haben. Wie so oft hier in Neuseeland wird durch Infotafeln alles gut erklärt. Hier hat auch Hannah King gelebt, die das erste europäische Kind in Neuseeland geboren hat und deren Nachfahre Jim King wir persönlich kennen.
Wir segeln später auch noch ins Te Puna Inlet, wo Jim ein Riesengrundstück besitzt und an dessen Ufer wir wie immer Pipis suchen und Austern pflücken. Diesmal sammeln wir auch Cockles. Der lateinische Name ist: Austrovenus stutchburyi und bei den Māoris heißen sie Tuangi. Sie sind endemisch in Neuseeland und werden auch als little neck clam bezeichnet, sind eine Art Venusmuschel und schmecken auch gut.
Das Wetter ist im April noch gnädig zu uns, denn die Nachttemperaturen sind bisher meistens zweistellig gewesen. Tagsüber wird es oft 20 Grad warm oder mehr, es ist sonnig und der Himmel ist blau. Kann man aushalten.
Wir kommen auch noch ein paarmal zum Fahrradfahren und eine Tour führt uns von Russel nach Okiato, der ersten Hauptstadt in Neuseeland. Dort besuchen wir Christian, ein hier sesshaft gewordener Segler und Amateurfunker, den wir durch Amateurfunk kennengelernt haben. Auf dem Rückweg kehren wir in der Omata Estate Vineyard & Kitchen ein, wo wir guten Wein trinken und lecker Pizza essen, ehe wir uns wieder auf den Weg nach Hause machen. Wir genießen auch die Treffen mit unseren Segelfreunden, die wir manchmal zu uns einladen, aber wir sind auch gelegentlich auf deren Booten zu Gast.
Dann bereiten wir uns so langsam auf den Segeltörn nach Fidschi vor. Benno klettert mehrfach in den Mast um alles zu überprüfen, der Proviant wird aufgestockt und und und... Diesmal wird uns die Abreise nicht so einfach gemacht. Vor dieser verrückten Virushysterie hat man sich ums Wetter kümmern müssen und hatte man dann ein Wetterfenster gefunden, ist man hier zu den Behörden, hat ausklariert und ist los gesegelt. Nun wird man noch vorher mit einem PCR-Test gequält und man muss spätestens 72 Stunden nach dem Test losfahren. Sonst bekommt man nicht die Genehmigung in Fidschi einzureisen. Aber es ist nicht so einfach, einen Arzt zu finden, der einem zeitnah einen Termin gibt. Dann muss das Labor den Test schnell auswerten, dann muss der Agent in Fidschi, den man jetzt neuerdings braucht, einem noch die Erlaubnis zur Einreise erteilen und dann erst kann man zu den Behörden in Neuseeland und kann ausklarieren. Und dann muss man hoffen, dass das Wetterfenster noch offen ist. Hatte ich schon erwähnt, dass die Wetterfenster, um hier in Neuseeland mit angenehmen Bedingungen los zu segeln, oft sehr klein sind und das die Strecke von hier in die Tropen durchaus anspruchsvoll ist? Es gab in der Vergangenheit schon häufiger Unfälle auf dieser Strecke, wenn Segler in schlechtes Wetter gerieten. Und wenn das Wetterfenster so aussieht, dass man an einem Montag los fahren könnte, dann kann man das auch vergessen, weil weder der Arzt noch die Labore am Wochenende arbeiten. Ganz zu schweigen davon, wenn man falsch positiv gemessen wird, was bei der Unzuverlässigkeit der Tests ja nicht auszuschließen ist.
Aber da wird sich schon eine Lösung finden. Hoffen wir. Wir werden sehen, wie das klappt und hoffentlich kommt der nächste Bericht aus Fidschi.

Ende März 2021 Bay of Islands - Whangarei
Sehen, wohin uns der Wind weht, hat sich schneller ergeben, als wir gedacht hatten, denn am 5. März gab es hier eine Tsunamiwarnung.die TsunamiwarnungWir haben die erste Mail aus Deutschland wegen der Tsunamiwarnung nachts um drei Uhr bekommen. Da haben wir uns noch nicht viel bei gedacht, denn als wir aufgestanden sind und das gelesen haben, war der Markt schon verlaufen. Wir hatten sowieso nix gemerkt. Aber als wir dann morgens erfahren haben, dass es weitere und auch stärkere Erdbeben in den Kermadecs gab, die etwa 500 Seemeilendie Autofähre von Opua hat sich auch in Sicherheit gebracht von uns entfernt liegen und deren Auswirkungen wir eigentlich spüren müssten, haben wir doch unseren Ankerplatz verlassen. Wir lagen in einer sehr weitläufigen Bucht und auch nur auf drei bis vier Meter Wassertiefe. Nicht gut.
Fast jedes Boot in der Bay of Islands ist weit raus aufs Meer gefahren, auch die Autofähren und sonstige kommerzielle Boote. Die Segler natürlich auch. Zum Glück hatten wir ruhige See und wir haben einen schönen Segeltörn draus gemacht. Seltsamerweise gab es erst gegen 14 Uhr Entwarnung, dabei können die heutigen Wettersatelliten doch genau die Wellenhöhe messen. Aber vielleicht war man nicht sicher, ob es weitere Erdbeben geben wird. Wir haben absolut nichts von einer Welle gemerkt und es war wohl auch nirgends irgendein größeres Problem. Allerdings wurden landesweit die Leute evakuiert, die auf Meeresniveau wohnen und Freunde haben uns erzählt, das überall Sirenen zu hören waren.
Aber vielen Dank auch Euch für die lieben Mails, die uns gezeigt haben, das Ihr an uns gedacht habt und um unser Wohlergehen besorgt seid.
Da wir ja schon so weit draußen waren und Cape Brett nicht weit weg war, haben wir uns kurz entschlossen, die Bay of Islands zu verlassen und wieder Richtung Whangarei zu segeln.
Nach unserem doch mehr oder weniger spontanem Ankeraufgehen haben wir es dann doch noch, auch bei wenig Wind und fast ohne Motorstunden bis nach WhangaHatea River und Lymestone Islandruru gepackt.
Wir stoppen nochmal kurz in der Ngunguru Bay, aber dann geht es in einem Rutsch bis Marsden Cove. Wir fahren auch mal mit dem Dinghi in die Marina dort und treffen Bekannte, aber dann fahren wir wieder in die Urquartsbay und auch nach Whangarei.
Einige von Euch haben gemerkt, dass wir mit den Positionreports in der letzten Zeit etwas nachlässig geworden sind. Nun, manchmal haben wir es vergessen, aber da wir in den letzten Wochen nur an Plätzen geankert haben, wo wir schon zig mal waren, haben wir auch oft bewusst keinen Positionreport gemacht.
So vergehen auch Tage und Wochen, wo wir nur zwischen Whangarei und der Urquartsbay hin und her pendeln. Wir haben dabei einen neuen Ankerplatz vor Lymestone Island im Hatea River gefunden, der uns ins Auge gefallen ist, als wir eine schöne Radtour von Whangarei nach Onerahi gemacht haben.
 Blick vom Te Whara auf die Urquartsbay

Benno ist auch nochmal auf den Te Whara gewandert und zwar diesmal nicht von Ocean Beach, sondern er ist in der Urquartsbay gestartet.Peach Cove hat er bei dieser Gelegenheit auch noch besucht und auch den Mont Lion hat er noch mitgenommen. Jetzt hat er alle Gipfel bestiegen, die hier in der Gegend besteigbar sind. Ein besonderes Ereignis war noch die Einladung zu einer Goldenen Hochzeit. Das erreicht ja nicht jeder. Aber das wars auch schon, was es so zu berichten gibt. In den nächsten Tagen ist ja auch Ostern, aber Euch Frohe Ostern zu wünschen, erscheint uns im Moment sehr zynisch. Was sind das für Verhältnisse, wo die Grundrechte der Menschen eingeschränkt werden, wo Politiker als Lobbyisten der Großen und Mächtischöne Zeiten als Corona nur ein Bier wargen auftreten und sich selbst die Taschen vollstopfen? Die Commerzbank wirbt damit, dass die 30 größten deutschen Unternehmen für 2020 rund 34 Milliarden Euro ausschütten, während jede Menge Kleinunternehmer und mittelständige Firmen in die Pleite getrieben werden.
Und wir bedauern sehr den Verlust der Meinungsfreiheit, denn jeder, der heutzutage eine nicht regierungskonforme Meinung zu den Maßnahmen äußert, wird als Volldepp hingestellt. Und Leute, die die Maskenplicht verletzen, werden härter bestraft als Kinderschänder oder Vergewaltiger. Geht´s noch?!!!
Und in der dritten Welt sind die Folgen der Coronamaßnahmen noch gravierender. Da verhungern die Menschen oder bringen sich gleich selbst um, weil sie keine Lebensperspektive mehr haben.
Aber ich will dieses Thema jetzt nicht weiter vertiefen. Wir sehen auch keine Möglichkeit, wie wir diese grausame Weltpolitik ändern können und versuchen deshalb, es uns so gut gehen zu lassen, wie es eben zur Zeit möglich ist.
Deshalb nun der Osterwunsch an Euch: Lasst es Euch gut gehen, trotz oder gerade wegen der verrückten Zeit im Moment.

 

   

Ende Februar 2021 Auckland - Bay of Islands
Als ob wir es geahnt hätten! Ja, seit wir aus Auckland weg sind, hat es zwei Lockdowns dort gegeben. Der erste war Mitte Februar, weil eine Familie positiv getestet wurde, aber der Lockdown wurde nur für drei Tage verhängt. Aber da waren wir ja schon weg. Und dann gab es Ende Februar wieder einen Lockdown und diesmal für eine ganze Woche, weil eine einzige Person positiv getestet wurde. No comment!
Die Zeit in Auckland war eigentlich nicht so schlecht, zumindest nicht für mich (Marlene). Wir haben vor der Orakei Marina geankert und dort konnte mich Benno bequem an Land bringen. Ich bin ein paarmal mit dem Fahrrad in die Stadt gedüst, mein Fahrrad und die Einkäufe hab erledigt, was es zu erledigen gab und bin ein bisschen durch die Stadt geschlendert. Benno hatte auf Stadt keine Lust und ist lieber auf Belena geblieben. Die Fahrt mit dem Fahrrad in die Stadt war sehr entspannt, denn die ganze Strecke gibt es einen Radweg. Zwar nicht immer schön, weil am kommerziellen Hafen vorbei und parallel der stark befahrenen Straße, aber doch besser als kein Radweg.
Wir sind dann Ende Januar in Auckland Anker auf gegangen. Wieder über Motuihe, Waiheke und einem Zwischenstopp bei Port Jackson an der Nordseite der Coromandel Peninsula.
Aber da der Ankerplatz doch zu unruhig war, segelten wir weiter nach Port Charles an der Ostküste von Coromandel. Am nächsten Morgen ging es dann nach Great Barrier Island, wo der Anker in Tryphena Harbour fiel. Das ist die erste große Bucht im Südwesten von Great Barrier Island und man kann von hier aus schöne Spaziergänge machen und wir fahren mit den Rädern auch bis auf die Ostseite von Great Barrier zum Medlands Beach. der Medlands Beach
Ein schöner, weitläufiger Strand, wo wir auch schon mal in einer geschützten Ecke geankert hatten.

Auf dem Rückweg kommen wir an der Aotea Brewery vorbei. Dort ist gerade ein Fest mit Musik und zu Essen gibt es auch was Leckeres. Wir genießen die Atmosphäre und nachdem wir uns gestärkt hatten, geht es wieder zurück über die Berge zu Belena. Ein Hoch auf mein E-Bike, denn mit einem normalen Fahrrad hätte ich das nie geschafft.
Da es auch einen kleinen Supermarkt in der Tryphena Bay gibt, der zwar nicht billig, aber gut sortiert ist und auch ein nettes Irish Pub, bleiben wir ein paar Tage.
Blick in den Tryphena Harbour
Einmal kommen wir sogar in den Genuss eines Openair-Rockkonzertes. Eine Band hatte ihr Equipment bei Niedrigwasser mit allem Drum und Dran am Strand aufgebaut und sie haben Stücke von Pink Floyd, Bob Marley und andere tolle Musik gespielt.die Rockband

Und dann haben wir noch entdeckt, dass es im Tryphena Harbour auch Scallops gibt und zwar wesentlich größere und mehr als in der Urquartsbay. Kein Wunder, denn hier liegen sie auf fünfzehn Metern Tiefe, während sie in der Urquartsbay schon ab fünf Meter zu finden sind. Logisch, dass es da viel mehr Leute gibt, die sie einsammeln.
Ein besonderes Erlebnis hatten wir mit Oystercatchern. Das sind die schwarz-weißen oder schwarzen Vögel mit dem knallrot-orangen, langen Schnabel, die damit immer am Strand im Sand rumstochern. Diesmal waren sie gar nicht entspannt und sind Scheinangriffe auf uns geflogen. Hitchcock lässt grüßen. Später erzählt uns eine Anwohnerin, dass wir wohl versehentlich ihren Küken zu nahe gekommen sind.
Unser nächster Ankerplatz ist dann in Whangaparapara Harbour ein paar Meilen nördlich von Tryphena Harbour. Freunde hatten uns erzählt, dass man dort in der Great Barrier Lodge sehr gut essen kann. Und ja, es hat uns dort Great Barrier Lodge
sehr gut geschmeckt. Aber anschließend segeln wir weiter. Wir wollen wieder Richtung Whangarei und auf Great Barrier Island ankern wir nur noch bei dem Inselchen Mahuki und in der Miners Cove bevor wir noch zu den Mokohinau Inseln fahren. Unterwegs sehen wir ganz dicht am Boot Manta-Rochen, die sogar Purzelbäume schlagen. Toll, dass ist das erste Mal, dass wir diese imposanten Meeresbewohner in Neuseeland sehen. Aber eine Kamera war leider nicht zur Hand und dann waren sie zu weit weg zum Fotografieren. Die Mokohinau Islands sind eine sehr schöne Inselgruppe und wir waren erst einmal dort. Aber diesmal liegt man dort zu unruhig und wir bleiben nicht über Nacht. Also wieder zu den Hen and Chicken Islands ehe wir den Schlag in die Urquartsbay machen. Benno macht den obligatorischen Tauchgang um Scallops einzusammeln und dann gehen wir Anker auf und legen uns vor Norsand. Bei Norsand Boatyard holen wir unsere Päckchen und Pakete ab, die man dort freundlicherweise für uns annimmt und wir treffen auch den ein oder anderen und halten Schwätzchen.wieder in Whangarei

Wir haben wie immer vieles in Whangarei zu erledigen und als das getan ist, hauen wir wieder ab. Erwähnenswert wäre noch, dass wir ein neues Restaurant ausprobiert haben und zwar das Fat Camel in der Fußgängerzone in Whangarei. Ein israelitisches Restaurant mit guter Küche und sehr empfehlenswert.
Von Whangarei fahren wir wie immer erstmal in die Urquartsbay. Erstens weil es hier klares Wasser gibt und natürlich auch wegen der Scallops. Aber lange können wir nicht bleiben. Es ist Schietwetter angesagt und da sind wir in der Parua Bay besser aufgehoben. Bevor das schlechte Wetter kommt, haben wir aber noch Gelegenheit in der Parua Bay Tavern eine Pizza zu essen.
Nach dieser Schlechtwetterfront bläst der Wind aus Süden und das nehmen wir zum Anlass, mal wieder in die Bay of Islands zu segeln. Wir schaffen es diesmal in einem Rutsch und am Nachmittag fällt der Anker wieder vor Waewaetorea Island nördlich von der Strand von Paihia
Urepukapuka Island. Ist zur Zeit unser Lieblingsplatz in der Bay of Islands. Der Farmers Markt, der jeden Donnerstag Nachmittag in Paihia stattfindet, ist immer ein Magnet für uns. Da auch unsere Freunde dort gerne hin gehen, trifft man sich mal wieder. In Whangarei gibt es zwar auch einen Farmers Markt, der auch sehr gut sein soll, aber da waren wir noch nie. Der ist jeden Samstag und fängt sehr, sehr früh morgens an und das ist einfach nicht unsere Zeit.

Nach dem Einkaufen segeln wir in die Assassination Cove. Hier wurden mal ein paar Franzosen abgemurkst, weil sie Stress mit den Maori hatten und irgendwelche Regeln nicht eingehalten haben. Allerdings haben danach die Franzosen ein ganzes Maori-Dorf platt gemacht und alle abgeschlachtet. Aber es ist eine sehr geschützte Bucht und an Land kann man schöne Spaziergänge machen. Hier gehe ich übrigens das erste Mal für dieses Jahr ins Wasser. Der erste Eindruck ist zwar immer noch sehr erfrischend, aber dann gewöhnt man sich dran. Ende Februar haben wir hier immer noch warmes Sommerwetter, obwohl wir Anfang Februar mal nachts 12 Grad hatten. Aber hoffen wir, dass uns die sommerlichen Temperaturen noch lange erhalten bleiben!
Wir bleiben ein paar Tage und dann geht es wieder nach Waewaetorea und dann wieder nach Paihia auf den Markt. In diesem Stil vergeht der Februar und wir segeln in der Bay of Islands rum. Aber im März werden wir sicher irgendwann wieder nach Süden segeln. Mal sehen, wohin uns der Wind weht.

Ende Januar 2021 Bay of Islands - Auckland
Wenn man mal von den verrückten Umständen absieht, die fast in der ganzen Welt durch die Corona-Restriktionen herrschen, könnte man fast meinen, das neue Jahr 2021 fängt genauso an wie letztes Jahr.
Auch diesmal haben wir wieder die Weihnachtstage mit Freunden verbracht und natürlich sind die kulinarischen Freuden nicht zu kurz gekommen.
Da wir Silvester wieder vor Russel geankert haben, konnten wir auch das diesjährige Feuerwerk vor Paihia gut sehen. Vorher hatten wir die Bude voll, wie man so schön sagt. Unsere Freunde waren bei uns und zum Glück hat das Wetter mitgespielt und wir konnten den ganzen Abend bei leckerem Essen und Trinken im Cockpit sitzen und auf das neue Jahr anstoßen.
Seit Belana wieder im Wasser ist, sind wir ganz schön rum gekommen.
Es macht Spaß mal wieder unterwegs zu sein nach der langen Liegezeit an Land, aber wir möchten auch nicht, dass unser frisch gestrichenes Unterwasserschiff wieder so schnell bewächst. Die Wasserqualität ist ja besonders in der Bay of Islands nicht vom Besten um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. Unsere Freunde, die schon mal länger an einem Ankerplatz liegen, beschweren sich alle, dass nach kurzer Zeit das Unterwasserschiff schon wieder bewachsen ist.
So sind wir also vor und nach Weihnachten an verschiedensten Ankerplätzen. Nach Waewaetorea Island geht eRainbow Warrier Memorials nach Pahia zum Einkaufen, dann nach Moturoa an die Südküste, wieder zurück nach Paihia. Dann mal eben auf die andere Seite vor Russel, wo unsere Freunde ankern und nach Weihnachten gleich wieder Anker auf und erstmal nach Norden. Stoppen bei der Purerua Penisula, bevor es weiter zu den Cavalli Islands geht.Hier fällt der Anker in der Nähe der Rainbow Warrior, aber die Bedingungen um dort wieder einen Tauchgang zu machen, sind nicht gegeben. Also fahren wir wieder weg und ankern in der Matauri Bay. Von hier ist es nicht weit zu dem Denkmal der Rainbow Warrior, von wo man auch einen schönen Ausblick hat. von dort Blick auf die Cavalli IslandsNachdem wir von dem Monument zurück sind, geht es schon wieder Anker auf und wir fahren nochmal rüber zu den Cavalli Island in die Papatara Bay. Aber es immer noch zu unruhig und wir fahren dann in die Wainui Bay, wo man wesentlich ruhiger liegt.
Wir wollen wieder ein bisschen Fahrrad fahren und fahren deshalb nach Whangaroa. Dort gibt es beim Yachtclub einen Steg, wo wir mit den Fahrrädern gut anlanden können. Wir fahren bis nach Kaeo und der Weg an sich ist sehr schön, aber die Autofahrer verhalten sich nicht sehr gentlemenlike. Sie fahren viel zu dicht an uns vorbei und einmal wird Benno sogar von der Straße abgedrängt. In Kaeo besuchen wir das örtliche kleine Museum und kaufen ein paar Sachen dort im 4Square Supermarkt ein und dann geht es wieder nach Hause.
Dann wird es auch langsam schon wieder Zeit, den Rückweg nach Russel anzutreten, damit wir rechtzeitig zu Silvester da sind. Diesmal machen wir nur wenige Stopps wie in der Taupo Bay, vor Panaki Island bei den Cavalli Islands und wieder in der Matauri Bay bevor wir über Pahia nach Russel fahren.
Ja, ziemlich viele Ankerplätze in einer Woche, aber es war schön.
Und in diesem Tempo geht es im neuen Jahr weiter.
Gleich am 1. Januar gehen wir in Russel Anker auf. Wir wollen wieder nach Whangarei, weil wir dort das ein oder andere zu erledigen haben. Obwohl wir sehr spät aufstehen, schaffen wir es noch bis zur Oakura Bay südlich von Whangaruru. Und am nächsten Tag geht es schon weiter bis in die Matapouri Bay. Hier waren wir schon mal und es ist eine sehr schöne Bucht. Die ist auch sehr beliebt bei den Einheimischen und da ja gerade Schulferien sind, ist die Bucht gut besucht. Und die Kinder tummeln sich stundenlang im Wasser, obwohl es nur 20 Grad warm ist. Nun, als wir in dem Alter waren, hatten uns diese Temperaturen auch nicht abgeschreckt. Aber heute..... Brrrrrrrrrrr...........
Von der Matapouri Bay segeln wir gleich wieder zu Hen and Chicken Islands. Diesmal ankern wir im Süden der Inselgruppe zwischen Lady Alice Island und Whatupuke Island. Benno geht hier sogar tauchen, aber mir ist das Wasser zu kalt. Der Tauchgang war aber trotzdem interessant und Benno hat sogar einen weißen Hai gesehen, aber leider nicht fotografieren können.
Auf dem Weg nach Whangarei machen wir wieder den obligatorischen Stopp in der Urquartsbay und Benno geht wieder Scallops pflücken. Er hat nach spätestens einer Viertelstunde die erlaubte Anzahl von vierzig Muscheln, aber es dauert wesentlich länger, bis ich mit dem Putzen der Muscheln fertig bin. Aber das macht nix, die Mühe lohnt sich, denn sie schmecken echt lecker.
In Whangarei haben wir einiges zu erledigen, aber danach hauen wir  gleich wieder ab. Erst in die Parua Bay und dort lesen wir auch, dass es kürzlich hier in Neuseeland Haiangriffe, sogar mit tödlichem Ausgang gab. Da hatte Benno ja nochmal Glück.
Wir machen einen Abstecher in die Smugglers Bay, aber nur für einen kurzen Stopp. Der Wind wird später in diese Bucht wehen und dann ist es dort nicht mehr gemütlich. Wir segeln statt dessen vor den Ocean Beach und von dort macht Benno auch eine tolle Wanderung auf den Gipfel des Te Whara (Bream Head).Bream Head oben angekommen Mir ist das zu anstrengend und ich erfreue mich an den Fotos, die Benno gemacht hat.

der Blick von Bream Head der kleine weiße Punkt unten rechts ist Belena

 

 Bevor wir wieder nach Whangarei fahren (Päckchen abholen, juhu), machen wir nochmal einen Stopp bei den Hen and Chicken Islands, aber diesmal auf der Nordseite der Inseln. Benno angelt hier auch zwei Snapper, die wir uns gut schmecken lassen. Danach wieder Urquartsbay (wieder Scallops) und dann Whangarei.
Als wir alles in Whangarei erledigt haben, geht es wieder Anker auf.
Doch bevor wir wegfahren, kriegen wir noch mit, wie Annie mit ihrem selbstgebauten Boot auch ins Wasser kommt. Da sie ein Dschunkenrigg hat, wird sie von vielen Booten, die auch alle das gleiche Rigg haben, gebührend empfangen. Alle sind über die Toppen geflaggt und sie wird sich sicher darüber freuen.
Manchmal werden einem Ziele vorgegeben und da mein Reisepass bald abläuft, wollen wir nun nach Auckland segeln. Da das Konsulat bis zum 19. Januar geschlossen hat, macht es wenig Sinn, dass ich von Whangarei mit dem Bus nach Auckland fahre. Da macht es mehr Spaß, wenn wir mit dem Boot dorthin segeln. Delfine begleiten unsund reiben sich am RumpfAlso geht es wieder in die Urquartsbay, aber danach zügig weiter nach Süden. Nun, so zügig auch nicht. Es ist wenig Wind und wir treiben mehr als dass wir segeln, doch wir kommen so gemütlich bis in die Omaha Cove. Und unterwegs begleiten uns wieder Delfine und das recht lange.

 

 

 

 

 

Bei Omaha Cove ist der Ort Leigh und die Gegend ist auch schön. Wir machen einen Ausflug mit dem Dinghi und genießen den schönen Spaziergang entlang der Küste. Weiter im Süden finden wir eine ruhigen Ankerplatz nicht weit von der Mahurangi Bay. Vor dort segeln wir nach Motutapu Island, wo wir im Osten der Insel schöne Ankerplätze finden wAmericas Cup Rennbootie die Station Bay, die Home Bay und Waikalabubu Bay. Hier, auf Waiheke Island und auf Motuihe Island treiben wir uns ein bisschen rum ehe wir vor Auckland fahren.
Nein, wir haben uns nicht die Rennen um den America's Cup angeguckt. Das interessiert uns schlicht und einfach nicht. Aber ein paar Boote haben wir doch gesehen und einige Fotos gemacht. Und sobald wir hier alles erledigt haben, werden wir wieder Anker auf gehen.Lighthouse vor Auckland